Zu Besuch in New York

Selbst die strengen Einreiseregelungen des Heimatschutzministeriums der USA konnten uns nicht davon abhalten der Stadt der Städte, der Welthauptstadt New York, für neun Tage im Mai einen Besuch abzustatten.

Nachdem die seltsame und langwierige Prozedur der Einreise am Flughafen mit all seinen Formularen sowie dem Fingerabdruck-Scannen und dem Porträt-Fotografieren überstanden war, erschlug uns sogleich der Anblick des riesen Flughafens John F. Kennedy. Dieser betongewordenen Traum eines Flughafens mit seinen unzähligen und unerreichbaren Gates, Gebäuden und überdimensionalen Parkplätzen ließ uns sofort wissen: Wir sind in Amerika! Denn hier gilt schon immer und immer noch: „Big is beautiful“. Nicht nur die Menschen sind „bigger“, sondern auch die Flughäfen, Parkplätze, Autos und die Mahlzeiten! Aber in den USA ist einiges anders als man es von Europa her gewöhnt ist: Fortbewegt wird sich nur mit dem Auto oder wer das Geld nicht hat, fährt mit Bahn oder Bus. Rad fahren hier nur die Spinner und gelaufen wird höchstens bis zum Auto, zur nächsten Haltestelle oder bei Stromausfall. Spazieren oder Wandern geht hier keiner, wenn dann nur die Außenseiter oder Outdoor-Freaks. Gegessen wird meist unterwegs und fast immer aus Einweggeschirr. Bäckereien und Fleischereien gibt es kaum, denn kaufen kann man alles im Supermarkt. Und wenn man zu bequem ist das Fenster zu öffnen (schon wegens der ekeligen Fliegen!), wird eben Tag und Nacht der Riesen-Mega-Ventilator als Frischluftquelle genutzt.

Wir hatten die Ehre in der kurzen Zeit bei „up-coming artists“ im „up-coming“ Wiliamsburg in Brooklyn hausen zu dürfen. Dort sieht die amerikanische Welt ein wenig anders aus, also nicht so heil, sondern eher alternativer, sprich: mit viel Drogen und Ausschlafen. Unsere europäischen Augen sollte auch dieses Loft-Wohnen in ehemaligen Industriehallen nicht recht überzeugen.

Erholung fanden wir eher im Central Park, Battery Park und im Botanischen Garten von New York, welche schon allein eine Reise wert sind. Kultur tanken kann man ebenso reichlich in einen der vielen Museen. Wir entschieden uns für das Guggenheim (welches sich leider gerade im Umbau befand) und natürlich das MoMA. Dort war es zwar herrlich überfüllt, aber dennoch interessant. Zu den weiteren Höhepunkten einer New-York-Reise zählt neben der Fahrt mit der Staten Island Ferry auch der Besuch des Empire State Buildings. Von beiden hat man eine schönen, wenn auch sehr unterschiedlichen Blick auf die Stadt.
Nicht nur die „crazy Americans“, die frische Brise vom Meer und die wirklich schöne Landschaft rings um New York lohnen eine Reise, sondern natürlich auch die extreme und abwechslungsreiche Architektur und Landschaftsarchitektur!

New York



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